
AKTUELLE PROJEKTE


Martina Mateova wurde am 10.6.1997 geboren. Sie hat spastische Lähmungen in den Beinen und konnte daher nur liegen, sitzen oder knien. Sie sieht auch schlecht und ist inkontinent (wahrscheinlich wegen der Lähmungen der unteren Gliedmaßen).
Fachleute haben uns bestätigt, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes durch spezielle Kuren möglich ist. Da Martina eine solche Kur nur gemeinsam mit der Mutter machen kann, betragen die Kosten dafür ca. 1.000 € pro Kur. Dank der großzügigen Zuwendung einzelner Spender konnte Martina bereits drei mal auf Kur gehn, was zu einer deutlichen Verbesserung Ihres Allgemeinzustandes geführt hat.
Mutter und Tochter haben 290 Euro monatlich zur Verfügung; der Vater ist vor einigen Jahren verstorben. Martina wohnte gemeinsam mit ihrer Mutter in einer Garage (für ein Auto ohne Fenster - ca. 12m2!).
Heute wohnt Martina und ihre Mutter in einer neuen Sozialwohnung. Die Ausstattung der Wohnung (Bodenbeläge, Küche, Möbel, ...) konnte die DIREKTHILFE:ROMA durch Sachspenden aufbringen. Weiters wird die Kleinfamilie mit Lebensmittel, Brennholz und Übernahme der Rezeptgebühren unterstützt.
Aktuell braucht Martina eine neue Brille - Kosten ca. € 200,-.

Am Rand des Dorfes Pavlovce leben 16 Personen, davon 9 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren in zwei Containern und zwei Hütten auf insgesamt ca. 40m2. Die Container sind nicht dicht, im Winter zieht es durch. Es gibt pro Container einen Ofen, der mit Holz beheizt wird und keinen funktionierenden Abzug hat, wodurch im Winter der Rauch sehr oft im Raum steht. Die Hütten sind schief und extrem baufällig.
Es gibt in keinem Gebäude fließendes Wasser, sondern nur ein nahe gelegenes, dreckiges Rinnsal unter einem Stein, aus dem sicher kein Österreicher freiwillig trinken würde. Im Sommer 2007 wurde auf Kosten der Vinzigemeinschaft Graz Strom eingeleitet. Die Sozialhilfe, die alle Bewohner bekommen, reicht ungefähr bis zur Hälfte des Monats.
Die DIREKTHILFE:ROMA unterstützt diese Menschen durch folgende Aktivitäten:

Frau Mucikova ist eine Bewohnerin des Slums in Pavlovce. Sie finanziert sich einen Teil ihres Lebensunterhaltes durch Gitarrespiel und Gesang auf den Strassen verschiedener europäischer Städte, zum Beispiel auch von Graz. Sie ist alleinstehend und kann sich daher flexibler bewegen. Die DIREKTHIFE:ROMA hat Magita die Produktion einer CD mit Ihrer Musik ermöglicht. Mit dem Straßenverkauf der CD hat sie eine zusätzliche Einkommensquelle.
Sie wohnt in einer der beiden Hütten und hat uns gebeten, ihr zu helfen, neben ihrer Hütte auf einem Nachbargrundstück ein neues kleines Häuschen von ca. 5 x 5 Meter zu errichten. Wir haben ihr ca. 500 Euro für die Vermessung und den Ankauf des Grundstückes geborgt. Demnächst wird der Bauplan fertig, wir werden das Baumaterial besorgen und Verwandte von ihr bauen ihr dann das neue Haus.
Statt das geborgte Geld zurück zu zahlen, tritt die Musikerin bei Benefizveranstaltungen des Vereins kostenlos auf. So unterstützt sie indirekt auch ihre Mitbewohner, weil die Erlöse aus diesen Veranstaltungen vollständig den Roma in dieser Region zugute kommen.

Kurz vor Hostice befindet sich zwischen zwei Bahnübergängen ein altes, kaputtes Bahnwärterhäuschen. In diesem Häuschen gibt es kein fließendes Wasser, keinen Strom und zum größten Teil sind die fensteröffnungen mit Brettern zugenagelt. Dort lebt eine Familie mit sechs Kindern im Alter zwischen einem und acht Jahren auf ca. 30m2.
Der Boden besteht aus Lehm und für alle acht Familienmitglieder steht lediglich ein Bett und eine Couch zum Schlafen zur Verfügung. Das Haus ist überall undicht und im Winter absolut nicht heizbar. Die Lebensbedingungen sind noch schlimmer als im Slum von Pavlovce. Dieses Haus soll, soweit es möglich ist, saniert werden. Strom soll eingeleitet, die Möbel sollen ausgetauscht werden und die Bewohner sollen einen Wasseranschluss erhalten. Wenn diese grundlegenden Bedingungen geschaffen sind, werden wir versuchen, auch diese Familie in ein Arbeitsprojekt wie zum Beispiel den Gurkenanbau einzubinden.

Eingelegte Gurken sind in fast ganz Osteuropa eine Spezialität. Es gibt sehr viele verschiedene Rezepte und die Zubereitung hat eine lange Tradition. Bei einem unserer Besuche in Hostice haben wir solche Gurken probiert und festgestellt, dass sie wirklich besonders gut schmecken. Dabei ist die Idee entstanden, Gurken in größerem Stil einzulegen und zu versuchen, diese in Österreich gegen eine Spende abzugeben.
Siehe Gurken/Kraut

Im Dorf Hostice gibt es einen von der Vinzigemeinschaft Graz initiierten "Vinzishop", in dem Sachspenden gegen symbolische Beträge verkauft und an besonders Bedürftige auch verschenkt werden. Dies sind hauptsächlich Kleidung und Hausrat, Geschirr und sonstige Dinge des täglichen Bedarfs. In diesem Shop finden zwei Frauen eine Teilzeitarbeit und mit einem Teil des Erlöses werden 30 besonders arme Familien mit Lebensmitteln unterstützt.
Der Sachspenden-Bereich stand am Beginn der DIREKTHILFE:ROMA und ist immer noch eines der wesentlichen Standbeine unseres Vereins. Sollten auch Sie etwas spenden wollen, informieren Sie sich bitte auf unserer Spenden-Seite.

Es gibt in der Region einige handwerkliche Fertigkeiten wie zum Beispiel Blumenbinden oder Handweben. Die fertigen Produkte lassen sich nur schlecht verkaufen, weil es keine Kaufkraft gibt. Für Österreich sind die Produkte nicht geeignet, weil sich das Design nicht verkaufen lässt. Unsere Idee ist es nun, in Österreich Produkte zu entwerfen, die hier einen Markt hätten und in den Dörfern um Hostice produziert werden könnten. Produktive Beiträge werden gerne angenommen.

Die DIREKTHILFE:ROMA lädt Künstler ein, sich an den verschiedenen Projekten zu beteiligen. Durch eine kreative Begleitung hoffen wir, unsere Tätigkeit einem breiteren Publikum vorstellen zu können.
Wenn Sie Interesse haben, würden wir uns freuen, wenn Sie von unserer Erfahrung vor Ort profitieren und an unseren Reisen teilnehmen wollen. Eine aktuelle künstlerische Initiative wird zum Beispiel die Reise der Romabettler von Hostice nach Graz fotografisch nachbetrachten.
Da wir auch die Infrastruktur für Ausstellungen, Filmvorführungen und Lesungen zur Verfügung stellen können, ist auch eine Präsentation der Arbeiten jederzeit möglich. Außerdem versuchen wir, auch Künstler aus den Romaregionen zu finden, die sich aktiv in das Projekt einbringen wollen.
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